CDU hinterfragt neuen Imagefilm – Warum ist die stellvertretende SPD-Vorsitzende die zentrale Figur?

Warum ist die stellvertretende SPD-Vorsitzende die zentrale Figur?

Kreis Herford(Westfalen-Blatt / HK/hil). Erst wenige Tage steht er auf der Homepage des Kreises – und schon gibt es kritische Fragen zum neuen Imagefilm. Die CDU-Fraktion will vom Landrat eine Stellungnahme.

Zur 200-Jahrfeier hat der Kreis Herford den Film präsentiert. Im Mittelpunkt steht Katharina Brand-Parteck mit ihrem Mann und den drei Kindern. Der Film erzählt aus der Perspektive der Familie die Besonderheiten des Kreises – und hier setzt eine der Fragen der CDU an. Sie wundert sich nämlich, dass von den neun Kommunen nur fünf abgebildet werden: Enger und Spenge, Bünde und Rödinghausen sowie die Stadt Herford. In einer Fragenliste an Landrat Jürgen Müller schreibt Fraktionsvorsitzender Michael Schönbeck: »Wurden die nicht berücksichtigten Kommunen gefragt, ob sie sich in dem Film wiedererkennen?« Der Kreis, so sagt Schönbeck, setze sich aus neun Kommunen zusammen und erzeuge seine eigene Identität auch nur im Zusammenspiel mit ihnen.

Erstaunt zeigt sich die CDU auch darüber, dass mit der Hauptdarstellerin Katharina Brand-Parteck die stellvertretende Vorsitzende der SPD Herford zur zentralen Figur gemacht wurde. »Wie fand die Auswahl der Familie statt? Und für wie sinnvoll halten Sie es, dass eine so politisch exponierte Person alle Bürger aus dem Kreis nach außen präsentieren soll?«, fragt Schönbeck. Ihr Arbeitgeber, Radio Herford, werde außerdem sehr in den Vordergrund gestellt. »Ist der Sender gar einer der Sponsoren?«, will die CDU vom Landrat wissen.

Der antwortete gestern telefonisch aus Voiron in Frankreich, wo er an einem Partnerschaftstreffen teilnimmt. Der Film habe 7300 Euro gekostet und sei ohne Sponsoren finanziert w0rden. »Er ist auf Facebook und Youtube eingestellt, durfte also auch nicht so lang sein. Die drei Minuten gehen so gerade«, sagte Jürgen Müller. Mit den fünf Kommunen sollte nur ein kurzer Überblick über die Schönheiten des Kreises gegeben werden. »Wir haben so viel Filmmaterial, das wir noch für andere Werbung verwenden können.« Ein Problem sei die Wahl der Familie gewesen. Müller: »Sie müssen jemanden finden, der bereit ist, sich von einer Kamera begleiten zu lassen.« Außerdem sei das Ziel gewesen, den Kreis für junge Familien attraktiv darzustellen.

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