Landwirtschaft Hautnah – Landwirte sprechen mit CDU-Kreistagsfraktion

Landwirte sprechen mit CDU-Kreistagsfraktion

Die Stalltüren geöffnet hatte am vergangenen Dienstag (29. September 2015) Landwirt Rainer Bohnenkamp für die Mitglieder der Herforder Kreistagsfraktion der CDU. Die Besucher hatten einen Einblick erhalten in die moderne Schweinehaltung. Auf dem Betrieb werden Schweine gemästet und an die Goldswien GmbH, einem Tochterunternehmen der EDEKA Minden-Hannover, vermarktet.

Besucher auf dem Bauernhof: Rainer Bohnenkamp (4.V.R.) begrüßt in Begleitung vom Vorsitzenden des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Herford-Bielefeld, Hermann Dedert und seine Stellvertreterin Friederike Detering (6 und 7.V.R.) die CDU-Fraktion unter Leitung von Michael Schönbeck (9.V.R.) auf seinem Hof in Herford-Elverdissen der Ackerbau- und Schweinemastbetrieb öffnete seine Tore, um auch die moderne Schweinehaltung zu zeigen.

Besucher auf dem Bauernhof: Rainer Bohnenkamp (4.V.R.) begrüßt in Begleitung vom Vorsitzenden des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Herford-Bielefeld, Hermann Dedert und seine Stellvertreterin Friederike Detering (6 und 7.V.R.) die CDU-Fraktion unter Leitung von Michael Schönbeck (9.V.R.) auf seinem Hof in Herford-Elverdissen der Ackerbau- und Schweinemastbetrieb öffnete seine Tore, um auch die moderne Schweinehaltung zu zeigen.

Über Themen, die die Landwirte in Kreis Herford bewegen, berichtete anschließend der Vorsitzende des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Herford-Bielefeld, Hermann Dedert. Eine große Herausforderung sei der enorme Flächenverbrauch, der auch vor dem Kreis Herford nicht Halt mache. Von 1989 bis 2010 sei die landwirtschaftliche Nutzfläche von 29 000 auf 20 000 ha und damit um mehr als 30 % zurückgegangen. Neben Maßnahmen für die Infrastruktur würden viele landwirtschaftliche Flächen für Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen herangezogen. Hier bieten sich besser qualitative Maßnahmen wie z. B. zur besseren Pflege von Naturschutzgebieten und im Rahmen der Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinien an, als ha-weise Ackerland zu verbrauchen, so Hermann Dedert. Auch die Aufforstung sei im Kreis Herford mit den sehr guten Ackerböden nicht die richtige Lösung.

Der Vorsitzende der CDU-Kreistagsfraktion, Michael Schönbeck, bedankte sich zunächst für die Einladung. „Uns ist solch ein Austausch sehr wichtig, so erfahren wir aus erster Hand, welche Herausforderungen es gibt.“ Schönbeck äußerte Verständnis für die durch den Flächenverbrauch verursachten Sorgen der Landwirte. „Es ist in jedem Fall sinnvoll zu prüfen ob im Bedarfsfall nicht andere Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen als die Rücknahme landwirtschaftlicher Nutzfläche, möglich sind.“

Diskutiereten angeregt, Vorsitzenden des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Herford-Bielefeld, Hermann Dedert. CDU-Fraktionsvorsitzender Michael Schönbeck und der Geschäftsführer des Westfälisch-Lippischer Landwirtschaftsverband e.V., Dr. Herbert Quakernack

Diskutiereten angeregt, Vorsitzenden des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Herford-Bielefeld, Hermann Dedert. CDU-Fraktionsvorsitzender Michael Schönbeck und der Geschäftsführer des Westfälisch-Lippischer Landwirtschaftsverband e.V., Dr. Herbert Quakernack

Weitere Schwierigkeiten bereiten den Landwirten die restriktiven Bauvorschriften. Stallbauten außerhalb der Hofanlagen würden im Kreis Herford praktisch nicht mehr genehmigt. „Wir brauchen eine Abkehr von dem Beschluss des Kreistages aus 2010, der kaum Genehmigungen für Schweinemastanlagen in Landschaftsschutzgebieten zulässt, äußerte Dedert. Dies auch vor dem Hintergrund, dass im Kreis Herford fast flächendeckend Landschaftspläne mit entsprechenden Festsetzungen bestehen. Es könne nicht sein, dass für Industrieunternehmen der Status Landschaftsschutzgebiet zurückgenommen werde, damit Gewerbeflächen entstehen können und für die Landwirtschaft nicht.

Die CDU-Fraktion sicherte zu, die Sachverhalte zur besseren Meinungsbildung an konkreten Vorhaben und Beispielen zu analysieren. „Landwirtschaft ist auch Wirtschaft mit einem erheblichen wirtschaftlichen Potenzial“, so Dedert. „Hier muss eine Gleichbehandlung gelten.“

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